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Unterwasserrugby: (Torpedo Dresden)
Podvodni Budweis

Nach einem Jahr Pause haben sich wieder sechs unerschrockene Torpedos nach Budweis auf den Weg gemacht, um zusammen mit ebenso sechs mutigen Pößneckern sich dem internationalen Vergleich zu stellen. Die Spielvereinigung Drößneck wollte den letzten Platz, den sie die letzten drei Jahre jeweils stellte, verbessern. Und dieses Minimalziel wurde erreicht!
Wie immer, wenn wir in Budweis spielen, gab es super Wetter. Das bißchen Nieselregen fiel überhaupt nicht auf. Aufgetreten sind wir mit folgender Mannschaft:
* Tor: Felix (PN), Stefan (PN), Heide * Abwehr: Macho (PN), Micha (PN), Holger, Nils * Sturm: Manuel (PN), Isa, Ralf, Nick (Z), Thomas
Weitere sieben Mannschaften aus Tschechien, Deutschland und Österreich waren am Start, die alle bespielt werden mußten.
Im ersten Spiel gegen den BUR Berlin, hatten wir eigentlich ein stärkeres Berliner Team erwartet, die aber nicht in Bestbesetzung antraten. Im weiteren Spielverlauf haben sie sich aber noch gesteigert. Dieses Spiel konnten wir sehr offen gestalten und hatten viele Chancen. Nach dem 1:0 durch Thomas sah es auch sehr gut aus. Doch dann fielen noch zwei Tore gegen uns, die der BUR, der sehr langsam und spät das eigene Tor besetzte, zum 2:1-Sieg nutzte. Aber auch unsere Mannschaft war noch nicht richtig eingespielt, so daß hier auch locker ein Unentschieden drin gewesen wäre.
Im zweiten Spiel gegen die zweite Mannschaft aus Budweis Neptun Budweis gingen wir wieder mit 1:0 durch Thomas in Führung. Und wieder haben wir dieses Spiel eigentlich dominiert, konnten aber leider die vielen Chancen nicht ausnutzen. So nutzte Budweis seine Chance zum Ausgleich und zum Endergebnis von 1:1. Dieses Spiel hätte gewonnen werden müssen.
Der dritte Gegner PF Budweis hatte dann schon anderes Kaliber. Mit 10:0 fertigten sie uns ab, und man hat genau gesehen, wer Hausherr in diesem Becken war. Schnell, spielstark und unheimlich ballsicher durch ihre kräftigen Spieler schafften sie es beispielsweise, allein gegen vier Drößnecker ein Tor zu machen. Die einzige erwähnenswerte Chance hatte Heide in diesem Spiel.
Im vierten Spiel gegen den späteren Turniersieger Pardubice verloren wir nur 0:7. In diesem Spiel hatten wir mehr entgegenzusetzen und konnten uns im Vergleich zum Spiel davor steigern. Doch auch diesmal war die physische Übermacht der Tschechen zu groß.
Im darauffolgenden Spiel gegen Salzburg wollten wir wieder zeigen, was wir wirklich können. Salzburg hatte vorher schon Schwächen gezeigt, und so entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Man merkte, daß sie schlagbar waren. Das Spiel kippte durch eine Schiedsrichterentscheidung. Es wurde Strafwurf gegen Drößneck gehupt, weil Heide angeblich im Tor verkeilt war. Wenn zwei Männer die Torfrau nicht vom Korb runter kriegen, dann liegt das "unbedingt" daran, daß die Torfrau verkeilt ist! Klar! Wie immer wurde von Spiel zu Spiel die Sicht im Wasser schlechter. Der Schiedsrichter, der sich kaum von der Mitte wegbewegte, konnte das von seiner Position überhaupt nicht mehr erkennen. Bei meinem vorherigen Schiedsrichtereinsatz hatte ich das selbst bemerkt. Salzburg nutzte den Strafwurf zum 1:0. Erst jetzt wurden wir im Spiel besser und konnten eindeutig mehr Torchancen herausarbeiten. Doch leider wurde ein Tor nicht gegeben, was nach unserer Sicht ein Tor war. Der Ball wurde zwar wieder herausgefischt, doch eigentlich war er drin. Der Schiedsrichter sah es nicht. Wir hätten etwas früher offensiver spielen müssen, dann hätten wir dieses Spiel auch gewonnen.
So blieben uns noch zwei Spiele und nur noch eine Chance auf einen Sieg. Ich erzählte unserem Team, daß unser nächster Gegner aus Prag von Salzburg 5:0 geschlagen wurde, um unsere Mannschaft zu motivieren. Vielleicht war das der Grund, daß wir selbstbewußter spielten und schnell mit 2:0 durch zwei Tore von Thomas führten. In diesem Spiel kam uns auch schon das trübe Wasser entgegen, was bei schnellen Kontern half. Am Ende machten Felix und Nick noch jeweils ein Tor bei zwei Gegentoren. Endstand 4:2 für Drößneck. Nach dem Spiel konnte ich dann zugeben, daß Salzburg gegen Prag noch gar nicht gespielt hatte. Erst im letzten Spiel des Tages sollte das passieren. Aber es hat funktioniert – der erste Sieg war da und damit die Sicherheit, nicht Letzter zu werden.
Im letzten Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Malsch wollten wir nur noch versuchen, so wenig Tore wie möglich zu bekommen. Malsch hatte aber im Vorfeld schon eine Partie gegen Pardubice verloren und auch gegen Berlin mußten sie in der letzten Sekunde in einem spannenden Spiel noch den Ausgleich hinnehmen (Eine Minute vor Schluß macht Malsch das 2:1. Beide Mannschaften vor dem Anschwimmen: Malsch: "Jetzt hinten sichern und dichtmachen!!" Berlin: "Jetzt alles nach vorn!!" 20 Sekunden später hupte es zweimal – 2:2). Die Malscher konnten unheimlich schnell kontern, pflügten durchs trübe Wasser und erzielten so die meisten Tore gegen uns. Bei stehender Deckung durch unsere Abwehr, hatten sie dann nicht so leichtes Spiel. Auch diese Partie endete 0:7.
So hofften wir am Ende, daß Salzburg es schafft, Prag zu schlagen, was für uns den sechsten Platz bedeutet hätte. Doch Salzburg verlor entgegen meiner Motivationslüge 1:3 gegen Prag. So belegten wir am Ende den siebten Platz mit drei Punkten und nur einem Punkt Rückstand auf Platz fünf (Prag). Kein schlechtes Ergebnis.
Der Tag klang wie jeden Sonnabend (ähh, jeder Sonnabend, den wir in Budweis verbringen :- )) mit Siegerehrung und Live-Strip aus. Die Kombination Torpedo-Pößneck ist also geglückt und kann in dieser Form auch weitergeführt werden.
Thomas
Endergebnis
1. Pardubice 2. Malsch 3. PF Budweis 4. BUR Berlin 5. Prag 6. Salzburg 7. Drößneck 8. Neptun Budweis


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Autor: noma
Artikel vom 17.09.2006, 13:03 Uhr
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