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Unterwasserrugby: (Torpedo Dresden)
3. Spieltag 1. Bundesliga Nord in Berlin

Der Spieltag in Berlin sollte der Anfang für das Fernduell um die letzten drei Plätze der 1. Bundesliga werden. Paderborn, Dresden und Berlin (die Berliner werden am letzten Spieltag aussetzen), müssen je einen Turniertag zusehen, was die Konkurrenz macht. Dieses Mal blieb der SV Paderborn Zuschauer.

Für Dresden bestritten dieses Fernduell:

* Tor: Beate, Wolli, Lars
* Abwehr: Dirk, Jörg und Nils
* Sturm: 2 x Peter, Ralf, Nick und Thomas

Damit war klar, daß besonders in der Abwehr improvisiert werden mußte. Das sollte aber nur im ersten Spiel gegen den BUR passieren, wo es wie immer um nicht besonders viel geht. Die erste Halbzeit lief recht gut, man konnte den Angriffen der Berliner relativ lange entgegenstehen – Zwischenstand 0:6. In der zweiten Halbzeit drehten die Berliner wieder auf und siegten am Ende 16:0. Und wie immer hat einigen Dresdnern die Berliner Spielweise berechtigter oder unberechtigter Weise nicht gefallen. Nach nun schon einigen Begegnungen gegen den BUR sollte das aber nun keiner Diskussion mehr bedürfen, beide Seiten werden sich kaum mehr ändern.

Nach dieser erwarteten Niederlage, die uns zum Einspielen dienen sollte, ging es zum wichtigsten Spiel des Tages gegen die Berliner Sporttaucher. Gegen unsere Brüder, wie es Conny einmal treffend schrieb, könnten wir eine Vorentscheidung erzielen. Berlin überraschte vor diesem Spiel mit einem 1:0-Sieg gegen Bremen und holte die ersten beiden Liga-Punkte. Beide Mannschaften begannen konzentriert, Dresden etwas zu konzentriert. Berlin konnte nach einer angriffstarken Periode in der ersten Halbzeit das 1:0 erzielen. Besonders davor war die Torpedo-Abwehr viel zu ängstlich. Bis zu drei Spieler klebten an der Wand, wodurch die Offensive keine Unterstützung bekam und man durch die Berliner zu lange in der eigenen Hälfte festgesetzt wurde. Dies begünstigte die Druckphase der Berliner und sie erzielten das Tor. Danach und besonders in der zweiten Hälfte änderte sich das Dresdner Spiel. Mit viel Powerplay und Forechecking versuchte man den Ausgleich zu erzielen. Das funktionierte lange sehr gut aber leider nur bis vor das Tor. Dort verteidigten die Sporttaucher wirklich beherzt und sehr gut, sie lagen teilweise mit fünf Mann vor dem Korb. Und wir waren dagegen nicht in der Lage, den Druck direkt vor dem Tor solange aufrechtzuerhalten, um die Abwehr auszuhungern. Ballverluste direkt vor dem Korb mußten im Foreckecking kraft- und zeitraubend wiedergutgemacht werden. Das Ende war ein verdientes 1:0 für Berlin, weil sie zum Beginn des Spiels mehr wollten und das auch zeigten. Wir sind zu spät aufgewacht und haben somit dafür beigetragen, daß Berlin nun genauso wie wir und Paderborn vier Punkte auf dem Konto hat und die Liga wenigstens am Ende äußerst spannend geworden ist. An diesem glücklichen Tag für die schon fast abgeschriebenen Berliner konnten sie sich noch ein 0:22 gegen den BUR leisten.

Im letzten Spiel des Tages mußten wir das Rückspiel gegen Hamburg bestreiten. Hamburg ist immer für ein Tor gut, das hat vorher schon Bremen festgestellt, die im Nordduell ein 2:2 erkämpften. Dieses Spiel hatte zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Wir begannen so, wie wir das Spiel gegen Berlin beendet hatten. Mit Forechecking und der Devise "Angriff ist die beste Verteidigung" starteten wir furios und konnten die Hamburger in ihrer Hälfte einschnüren. Das Unvermeidliche passierte und nach einem gut herausgespielten Angriff über drei Stationen direkt am Korb erzielte Dirk das 1:0 für Dresden. Auch danach wurde kaum nachgelassen, Hamburg schaffte kurz vor der Halbzeizt aber trotzdem noch den Ausgleich. Leider war die zweite Halbzeit das ganze Gegenteil der ersten. Hamburg spielte nicht unbedingt besser, wir wurden nur schlechter. Irgendwie versuchten wir weiter nach vorn zu spielen, waren aber nicht mehr so druckvoll, verloren Bälle und setzten dadurch die eigene Abwehr zu sehr unter Druck, die auch nicht schnell genug in der Rückwärtsbewegung war. Ärgerlich dabei waren besonders die Tore auf den leeren Korb! Das sollte nicht passieren. Auch bin ich der Meinung, daß die ganzen Diskussionen und Fouls in diesem Spiel, den Spielfluß für uns unterbrochen haben. Das liegt aber mehr an uns. Klar sind Fouls, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, gesehen oder ungesehen, wahr oder falsch immer ärgerlich. Trotzdem sollte uns das nicht so beirren, daß wir unseren Faden derart verlieren, daß Hamburg uns in diesem Spiel in der zweiten Halbzeit noch 5 Tore reinliegt. Das war sehr ärgerlich, weil wir doch in der ersten Halbzeit wirklich sehr stark gespielt hatten und mehr verdient hätten.

So fuhren wir wieder einmal mit mehr Erfahrung und null Punkten nach Hause. Den nächsten Spieltag werden wir beobachten und sehen, was uns Paderborn und die Berliner Sporttaucher vorlegen. Mal gucken ...

Thomas


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Autor: noma
Artikel vom 21.01.2007, 18:54 Uhr
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