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Basketball: (Dresden Titans)
Titanen-Defensive zu stark gegen Ex-Coach Schröder

Dresden Titans gewinnen beim TuS Jena II mit 62:59 (16:11, 15:8, 13:9, 18:26)

Dresden, 12. Februar 2007 Der „Titanen-Truck“ rollt weiter, auch wenn ihm am Samstag beinahe kurz vor der Ziellinie der Sprit ausgegangen wäre. Wie schon in der Vorwoche gegen den BC Zwickau kontrollierten die Dresden Titans auch am Sonnabendnachmittag beim 62:59-Auswärtserfolg über den TuS Jena II das Geschehen lediglich bis kurz vor Ultimo. So gerieten die finalen fünf Minuten erneut zur Zitterpartie, wobei die Elbestädter das bessere Ende für sich hatten und wohlverdiente zwei Punkte einfuhren. „Was da abgelaufen ist war wirklich nichts für schwache Nerven. Gleichwohl geht der Sieg für uns voll in Ordnung, wir waren klar besser“, resümierte ein etwas „gealterter“ Titans-Coach Benno Schuster nach Abpfiff.

Schusters Vorgänger Marcel Schröder, der diesmal auf Jenaer Seite als Aktiver seinen ehemaligen Schützlingen begegnete, sah den Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht ganz so deutlich: „Eigentlich war es wirklich kein gutes Spiel. Beide Teams waren gut aufeinander eingestellt, konnten aber nur wenig Vorgenommenes umsetzen. Letztendlich war es die individuelle Klasse von Lars Kaniok, die den Unterschied gemacht hat. Er hat immer dann die Partie übernommen, als es drauf ankam.“ In der Tat mit 19 Zählern (davon vier Dreipunktewürfe) wurde der Titans-Kapitän bester Werfer für sein Team, obwohl er bereits nach nur neun Minuten mit drei Fouls belastet war. „Da ich im zweiten Viertel pausieren musste, war ich im dritten ausgeruht und konnte so für Entlastung sorgen. Nichtsdestotrotz war es am Ende unsere gute Team-Defense, die zum Sieg verholfen hat“, verteilte Kaniok das Lob seines früheren „Lehrers“ auf seine Kameraden.

Mit einem cleveren Wechselspiel aus Mann- und Zonen-Verteidigung hatten die Sachsen den Tabellenfünften der 2. Regionalliga-Südost drei Viertel lang zum verzweifeln gebracht. Dazu kam, dass Boris Vormann sowie Kaniok den Jenaer Center Oliver Golla im Low-Post straff(f) bearbeiteten, ihm „nur“ 21 Punkte gewährten. Zu Beginn des letzten Viertels sprach das Ergebnis daher Bände, lediglich 33 Punkte hatten die Gäste aus Elbflorenz zugelassen, während man selbst 44 erzielt hatte. Jedoch sollte das 11-Punkte-Polster nicht bis zum Ende halten.

In der Schlussphase bliesen die Hausherren zu einem letzten Verzweiflungsangriff. Mit konsequenter Ganz-Feld-Press-Verteidigung forcierte der TuS Jena gleich zahlreiche Ballverluste bei den „Titanen“, die mittlerweile ohne den ausgefoulten Konrad Tota (11 Punkte) auskommen mussten. Für ihn sprangen die jungen Aufbauspieler Steve Göde und Robert Haas in die Breche. Sichtlich beeindruckt zeigten beide jedoch Nerven an der Freiwurflinie. Nachdem Göde gleich zwei Foulwürfe verlegt hatte, sorgte Haas mit einem aus zwei acht Sekunden vor der Sirene für eine Dreipunkteführung. Die Tür blieb somit für die Jenaer Zweitliga-Reserve noch offen und ausgerechnet Schröder bekam die Möglichkeit per Dreier die Partie in die Verlängerung zu schicken. Doch nichts war’s, sein Wurf ging daneben, die Titans durften jubeln.

Im zweiten Spitzenspiel des Tages blieb die erhoffte Schützenhilfe für die Dresdner Korbjäger allerdings aus. Zwar lieferte der BV TU Chemnitz II dem BC Zwickau einen großen Kampf, jedoch setzten sich die Westsachsen knapp mit 84:82 durch. Damit verharren die Titans weiterhin auf Tabellenrang Drei, können aber durch einen Sieg im Nachholspiel am Freitag bei Liga-Dominator BBV Eagles Leipzig auf Platz Zwei klettern. Zuspruch für die schwere Aufgabe erhielt das Schuster-Team dafür von Vorjahrescoach Schröder: „Sicher sind Leipziger kaum zu schlagen, jedoch machen zumeist ihre starken individuellen Einzelathleten den Unterschied. Gelingt es die zu kontrollieren, können die Titans die Sensation schaffen.“

Ihren nächsten Auftritt in der sächsischen Landeshauptstadt haben die Dresden Titans ebenfalls am kommenden Wochenende. An ungewohnter Stätte empfangen Basketballer aus der Elbmetropole am Sonntag, dem 18. Februar, den BC Zwickau zum im Viertelfinale des Sächsischen Landespokals in der Sporthalle Görlitzer Straße.


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Artikel vom 12.02.2007, 18:36 Uhr
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