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Basketball: (Dresden Titans)
Müller-Team sorgt für erste Titans-Heimniederlage

Dresden Titans unterliegen dem USC Leipzig 64:80 (13:23, 15:23, 20:16, 16:18)

Dresden, 25. Februar 2007 Die erhoffte Trotzreaktion ist bei den Dresden Titans ausgeblieben. Ohne den gesperrten Kapitän Lars Kaniok mussten die Basketballer aus Elbflorenz am frühen Samstagabend beim 64:80 (28:46) gegen den USC Leipzig ihre erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Acht Tage nach dem deutlichen 62:106 bei Tabellenführer BBV Eagles Leipzig gelang es den Landeshauptstädtern nicht, gegen den zweiten Klub aus der Messestadt in die Erfolgsspur zurückzukehren. „Die Leipziger waren heute einfach bissiger als wir. Ohne Lars lag viel Verantwortung bei unseren jungen Spielern, die vor allem im Spielaufbau dem Druck leider nicht gewachsen waren“, musste sich ein sichtlich bedrückter Titans-Coach Benno Schuster am Ende eingestehen.

Freuen durfte sich derweil Dresdens ehemaliger Spielführer und langjähriger Leistungsträger Jörn Müller. Im Trikot der Leipziger „UniRiesen“ ließ es sich der Center-Hüne nicht nehmen, vor den Augen seiner Familie und zahlreicher Freunde stark aufzuspielen. Ob bei den Punkten, den Vorlagen oder Rebounds, Müller setzte ein deutliches Ausrufezeichen gegen seine ehemaligen Kameraden, die vor allem auf den großen Positionen nichts entgegenzusetzen hatten. „Nachdem ich im Hinspiel doch etwas schuldig geblieben war, bin ich diesmal hochmotiviert in Spiel gegangen. Nichtsdestotrotz hat man den Titans das Fehlen von Lars Kaniok deutlich angemerkt. Uns konnte dies nur recht sein, wir haben die Vizemeisterschaft schließlich auch noch nicht aufgegeben“, äußerte sich Müller nach Spielende vollster Zufriedenheit.

Mit einer so genannten „Box and one“-Defense, bei der vier Akteure den Raum und einer den Mann verteidigen, war es den Gästen gelungen Titans-Top-Scorer Konrad Tota beinahe über die gesamten 40 Minuten „kalt“ zu stellen. Totas Quote von vier Treffern aus elf Würfen fiel dementsprechend bescheiden aus. Die restlichen seiner insgesamt 19 Punkte musste sich der Kanadier von der Freiwurflinie verdienen. Gleichwohl blieb auch ihm nach Spielschluss nichts anderes übrig, als dem Gegner Respekt zu zollen: „Die Leipziger hatten sich sehr gut auf uns vorbereitet, gegen diese aggressive Manndeckung war es für mich einfach zu schwer, ins Spiel zu finden. Dennoch sollten wir nicht nach Entschuldigungen suchen, sondern Lösungen finden.“

Von Beginn an liefen die Titans einem Rückstand hinterher. Die Viertel eins und zwei liefen beinahe identisch ab. Auf der einen Seite spritzig wirkende Gäste, die zunächst sichere Punkte suchten, später dann aber auch von außen den einen oder anderen Dreier einschenkten. Fehlende Laufbereitschaft und konfuse Entscheidungen derweil auf Dresdner Seite sorgten in der Offensive für ausbleibende Punkte. Lediglich der erst 18-jährige Robert Haas sorgte für Hoffnungsschimmer. Zehn seiner 12 Punkte besorgte der Aufbauspieler noch in Halbzeit eins. Doch auch die konnten nicht verhindern, dass es mit einer 18-Punkte-Führung des USC Leipzig in die Kabine ging.

Nach der Rückkehr beider Teams hofften die gut 200 Zuschauer in der Arena Bodenbacher Straße vergebens auf eine Dresdner Initialzündung. Diese kam jedoch von den Schiedsrichtern. Durch zwei Technische Fouls gegen die Leipziger Bank gelang es den Titans, binnen 30 Sekunden den Rückstand auf zehn Punkte zu verkürzen. Im Schlussabschnitt jedoch dann wieder das gewohnte Bild: Leipziger Cleverness übertrumpfte Dresdner Hilflosigkeit. Ohne große Mühe gelang es den Gästen aus der Bach-Stadt sogar, den alten Abstand wieder herzustellen. Beim Stand von 64:80 nahm schließlich der rabenschwarze Tag für die „Titanen“ ein Ende.

Besonders schwer wiegt die Niederlage der Titans, da der Tabellenzweite BC Zwickau seine Aufgabe im Fernduell um die Vize-Krone erwartungsgemäß meisterte. Beim TTL Universa Bamberg konnten die Westsachsen mit 98:64 gewinnen und somit den Vorsprung in der Tabelle auf die drittplatzierten Landeshauptstädter auf bereits vier Punkte ausbauen. Damit zählt für das Schuster-Team beim Gastspiel nächsten Samstag in Herzogenaurach nur ein Sieg, bevor in 14 Tagen der SC Stuth-Betttotal Heuchelhof an der Elbe gastiert. Am 10. März laden die Dresden Titans dann um 18 Uhr zum vorletzten Heimspiel der Saison in die Arena Bodenbacher Straße.


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Artikel vom 26.02.2007, 20:04 Uhr
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