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Basketball: (Dresden Titans)
Herber Dämpfer im Aufstiegsrennen

Dresden Titans unterliegen trotz 43 Punkten von Konrad Tota beim
TS Herzogenaurach mit 87:98 (22:29, 16:18, 21:25, 28:26)

Dresden, 4. März 2007 Erneuter Rückschlag für die Dresden Titans. Beim Auswärtsauftritt am Samstagabend mussten die Basketballer aus der Elbmetropole gegen den TS Herzogenaurach eine erneute Niederlage hinnehmen, es war bereits die dritte in Folge. 87:98 (38:47) lautete der ernüchternde Endstand gegen die „Titanen“, für die somit der große Aufstiegstraum auch in ihrem zweiten Jahr langsam, aber sicher, einem rüdem Hallowach weichem muss.

In einer temporeichen Partie liefen die Elbestädter kontinuierlich einem Rückstand hinterher. Betrug das Defizit nach dem Auftaktviertel „nur“ sieben Zähler, waren es Anfang des vierten schon deren 13. Zu keinem Zeitpunkt konnte die Dresdner Defensive der Feuerkraft der Gastgeber Paroli bieten, bei denen mit Peter Simon (26), Josip Prgic (21) und Juan Reile (20) gleich drei Akteure die 20-Punkte-Marke knackten. Egal ob von der Dreipunktelinie oder im Low-Post, beim Tabellensechsten schien alles zu passen. „Wir konnten sie in der Verteidigung einfach nicht stoppen“, beschrieb Titans-Forward Ronald Trautsch das Geschehen. Gleichwohl hatte der „Altmeiser“ sich und seinen Kameraden zumindest in Sachen Einsatzwillen nichts vorzuwerfen: „Wir haben wirklich alles versucht, aber es hat halt nicht gereicht.“

Auch ein Konrad Tota in Bestform konnte die Pleite der „Titanen“ nicht abwenden. Mit 43 Punkten versuchte der Kanadier den Ausfall von Kapitän Lars Kaniok (Sperre) zu kompensieren. Ebenso zeigten die beiden Dresdner Centerspieler Marcus Seidowski (17) und Ignacio Gonzalez (14) ihre Offensivqualitäten. Doch an diesem Abend fiel die Entscheidung in der Defensive, und da waren die Hausherren einfach stabiler. Immer wieder versuchten Tota und Co. den Rückstand zu verkürzen, kamen in Halbzeit zwei aber nicht näher als auf neun Punkte heran. „Sobald wir einen Lauf hatten, konterten die Herzogenauracher mit einem Run ihrerseits“, resignierte Titans-Spielercoach Benno Schuster.

Sportlich unterlegen, hätte es im Schlussabschnitt dann aber beinahe doch noch für einen Dresdner Erfolg gereicht. Fünf Minuten vor Ultimo hatte der Herzogenauracher Patrick Schiele zum Höhenflug angesetzt und bei seinem fulminanten Dunking den Korbring vom Brett abgerissen. Nun mussten die Gastgeber binnen 30 Minuten das Malheur beseitigen, um einen Spielabbruch zu vermeiden. Mit der Hilfe etlicher handwerklich begabter Zuschauer gelang es den Schaden zwei Minuten vor Ablauf der Frist zu beheben und einen neuen Ring zu installieren – die Partie wurde fortgesetzt. Hinterher gestand Schuster ein: „Respekt auch für diese Leistung. Die Mannschaft von Herzogenaurach hat den Sieg herausgespielt, die Fans haben ihn fest gehalten. Wir können jetzt nun nur noch von Spiel zu Spiel schauen und auf ein Wunder hoffen.“

Drei Spieltage vor Saisonende bleibt den Dresden Titans nach der erneuten Pleite lediglich eine theoretische Chance auf Platz zwei und den Aufstieg in die 1. Regionalliga. Denn durch einen 93:80-Heimerfolg des BC Zwickau im Parallelspiel gegen den BBC Bayreuth II, fehlt den Westsachsen nur noch ein Sieg zur Vizemeisterschaft und den „Play-Offs“. Allerdings warten auf die Zwickauer mit Liga-Dominator BBV Leipzig und dessen Stadtrivalen USC sowohl daheim, als auch beim letzten Auswärtsspiel in Jena schwere Aufgaben. Die Titans treffen derweil noch auf Erlangen (H), Mühlhausen (A) und am kommenden Samstag (18 Uhr) an der Bodenbacher Straße auf den SC Heuchelhof.


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Artikel vom 04.03.2007, 21:26 Uhr
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