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Handball: (Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Berlin
 
DIE TEILNEHMER DES LUFTHANSA FINAL FOUR STEHEN FEST, KIEL IST RAUS

Während die TOYOTA Handball-Bundesliga erst heute mit einer vorgezogenen Begegnung des 19. Spieltages zwischen GWD Minden und der HSG Düsseldorf (Anwurf 17.00 Uhr) die sechswöchige EM-Pause beendet und den Spielbetrieb wieder aufnimmt, standen am gestrigen Samstag bereits die ersten beiden Viertelfinalbegegnungen des diesjährigen DHB-Pokalwettbewerbes auf dem Programm.

Dabei kam es im Kampf um die vier Tickets für das Lufthansa Final Four am 10. und 11. April in der Hamburger Color Line Arena zwar zu den erwarteten Favoritenerfolgen, aber dennoch auch zu unerwarteten Spielverläufen.

So kam es, dass der TuS N-Lübbecke nach 60 spannenden Minuten sein Gastspiel beim Bergischen HC zwar mit 26:22-Toren gewann und damit zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte ins Lufthansa Final Four einzieht, dennoch aber lange um den Erfolg gegen den klassentieferen Konkurrenten bangen musste. Zur Halbzeit führte der Außenseiter vor 2.500 begeisterten Zuschauern in der Solinger Klingenhalle mit 12:11 und durfte sich aufgrund einer tollen ersten Halbzeit berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen.

Nach 13 Minuten zwang der HC bei einer überraschenden 7:2-Führung die Gäste aus dem Ostwestfälischen zu einer ersten Auszeit. Und selbst nach 18 Minuten führte der Gastgeber noch immer mit 9:5. Erst Mitte der zweiten Halbzeit konnte sich der Erstligist dank eines starken Zwischenspurts mit 20:16 absetzen und diesen Vorsprung bis ins Ziel retten. Bester Werfer des Spiels war Nettelstedts Alex Alvanos, der insgesamt sieben Treffer erzielte.

Ebenfalls eine Halbzeit Anlauf nahm der HSV Hamburg im Abendspiel beim VfL Bad Schwartau. Auch hier tat sich der Erstligist gegen den klassentiefern Gegner lange Zeit schwer, ehe der große Favorit das Spiel mit 36:29 gewann und damit die Chance wahrte, beim Lufthansa Final Four vor heimischer Kulisse den Pokal zu gewinnen. Nach ausgeglichener erster Halbzeit (11:11) gewannen die Hanseaten aber letztlich doch deutlich mit 36:29.

Daran konnte auch der prominenteste Spieler beim Zweitligisten, Spielertrainer Thomas Knorr, nichts ändern. Der 38-Jährige bestritt 496 Bundesliga-Partien, davon 192 für den HSV. Nach dem 18:18 in der 40. Minute zog Hamburg vor 2.632 Zuschauern in der ausverkauften Lübecker Hansehalle das Tempo an und kam beim Pokalsieger von 2001 zu einem letztlich nicht mehr gefährdeten Erfolg. Beste Torschützen waren Pascal Hens (7) und Krzysztof Lijewski (6) für Hamburg sowie Jan Schuldt (7) für Bad Schwartau.

Mit einer überragenden Leistung entzauberten die Gummersbacher den THW Kiel und zogen nach einem hochverdienten 35:28 (21:12) ins Final Four ein. Der THW Kiel wurde von einer aggressiven Deckung mit einem überragenden Goran Stojanovic ausgebremst - während beim THW nichts passte, lief bei den Gummersbachern alles.

Schon nach dem 3:0-Blitzstart witterte das Publikum nach neunzig Sekunden die Sensation, im weiteren Spielverlauf ließ der VfL nie nach und feierte am Ende eine Sieg, der auch in der Höhe völlig in Ordnung ging. „Das Final Four ist das größte Handball-Turnier auf Club-Ebene. Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir da wieder dabei sein dürfen“, jubelte Viktor Szilagyi. Durch das Aus ist die Kieler Serie von 1401 Tagen ohne Pokal-Niederlage gerissen, erstmals seit sieben Jahren findet das Endturnier ohne den THW statt.

Dafür jedoch schafften die Rhein-Neckar Löwen soeben zum fünften Mal hintereinander das Final Four mit einem 33:29-(14:15) Erfolg über Frischauf Göppingen zu erreichen. Insbesondere brillierten Uwe Gensheimer mit 12 Toren sowie Henning Fritz, der, immer wieder bei Strafwürfen eingewechselt, vier Siebenmeter der Göppinger parierte.


Die TOYOTA Handball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb bereits am Dienstag mit der Partie zwischen dem TBV Lemgo und den Füchsen Berlin (Anwurf 20.15 Uhr, live im DSF ab 20.00 Uhr) fort.

(Quellen: TOYOTA HBL-Pressedienst und www.handball-world.com)


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Autor: heop
Artikel vom 07.02.2010, 12:18 Uhr
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