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Basketball: (Dresden Titans)
 
Nach Holperauftakt fällt die „Hundert“

Dresden, 01.03.10 Freude, Kopfschütteln, Ärger, Entsetzen und am Ende doch noch Enthusiasmus. Dieser Gefühlsachterbahn sahen sich die rund 300 Zuschauer des Spiels der Dresden Titans am Sonntagnachmittag ausgesetzt. Dass die Anhänger der Regionalliga-Basketballer diese mentale Berg- und Talfahrt durchleiden mussten, hatten sie vor allem ihren Idolen selbst zu verdanken. Die bekleckerten sich zumindest in der ersten Hälfte der Partie gegen den Tabellenletzten Höhenbalance Baskets Jena nicht gerade mit Ruhm. In gewohnter Manier bauten die Hausherren ihre Gäste auf und gerieten gegen das Tabellenschlusslicht zwischenzeitlich sogar in Rückstand. Dank des Durchbruchs der magischen 100-Punktemarke beim Endstand von 104:67 (53:38) gelang den Korbjägern schließlich doch noch die Versöhnung mit ihren Fans.

Zunächst schien es, als hätten die Elbriesen die von Chef-Coach Thomas Krzywinski im Vorfeld der Partie angemahnte Leidenschaft verinnerlicht. Center Kai Hänig eröffnete eine Reihe ansehnlicher Spielszenen mit einem klasse Block unter dem eigenen Korb. Durch ein gekonntes Doppelpassspiel legte Robert Zobel im Anschluss den Ball wunderbar für seinen Mannschaftskameraden Georg Dölle auf. Der Top-Scorer im Titans-Jersey schloss den Spielzug mit einem schönen Alley-Hoop ab. Bereits nach zwei Minuten konnten die Fans einen 15:2 Zwischenstand bejubeln. Doch anstatt nun ihre Gegner in Grund und Boden zu punkten verdingten sich die Titans als Aufbauhelfer und ließen die Jenenser auf Schlagdistanz herankommen. So endete das erste Viertel 24:20.

Im Anschluss gelang dem Schlusslicht mit dem Treffer zum 28:28 der Ausgleich. Eine Spielminute später rieb sich das Publikum in der Margon Arena reihenweise verdutzt die Augen. Der Underdog aus Thüringen, welcher in 16 Spielen gerade mal eine Partie gewinnen konnte, lag tatsächlich gegen den Tabellenführer mit 36:35 in Front. Erschrocken von der eigenen Leistung drehten die „Titanen“ dann aber doch noch richtig auf. Durch einen 18:2-Lauf in der Schlussphase der ersten Halbzeit erreichten sie letztlich doch einen erwartet klaren 53:38-Pausenstand.

Die zweite Spielhälfte sorgte schließlich für die endgültige Entscheidung. Obwohl die Gastgeber nach wie vor nicht fehlerfrei aufspielten, wollten sie sich zumindest fortan keine Blöße mehr geben. Mit einer souveränen Leistung sicherten sich die Titans den Sieg. Gleichwohl hatten sie noch etwas gutzumachen. Die Fans hatten auch schon eine Idee. Von den Rängen wurde im letzten Spielabschnitt die Parole „Wir wollen die Hundert sehen!“ skandiert. Was in dieser Saison schon mehrfach verfehlt wurde, sollte nun endlich gelingen. Andreas Kelm erzielte den Dreier zum 102:65, ehe Kai Hänig wenige Sekunden später mit einem abschließenden Dunking für den 104:67-Endstand sorgte.

Als beste Werfer zeichneten sich Georg Dölle (26 Punkte), Kai Hänig (16), Andreas Kelm (14, zwei Dreier), sowie Damir Bagaric (11, ein Dreier) aus. Auf Seiten der Jenenser waren Norman Schwarz (20, zwei Dreier) und Dennis Helm (14, drei Dreier) erfolgreich.

Mit ihrem neunten Heimsieg hielten die Dresden Titans die Konkurrenz weiterhin auf Distanz. Obgleich jede der ersten fünf Mannschaften in der 2. Regionalliga Südost an diesem Wochenende erfolgreich war, lichtet sich vier Spieltage vor Saisonende das Verfolgerfeld. Die Korbjäger der DJK Mc Café Schweinfurt müssen ihre Hoffnungen auf die Meisterschaft bereits begraben. Den Titans sitzt jedoch immer noch das Trio aus Herzogenaurach, Chemnitz und des TuS Jena im Nacken. Im Aufeinandertreffen beim zweiten Jenaer Basketballteam können sich die Titans am kommenden Sonntag (13 Uhr, Sporthalle Lobeda-West) bereits dem nächsten Rivalen entledigen.


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 02.03.2010, 12:41 Uhr
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