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Unterwasserrugby: (Torpedo Dresden)
Sensationserfolg gegen Hannover

Der dritte Spieltag der 1. Liga Nord in Göttingen war für die Torpedos ein kleiner Erfolg, auch wenn zwei Spiele verloren wurden. Torpedo trat mit einer Mannschaft von elf Spielern in Göttingen an.

Das erste Spiel begann etwas chaotisch, nachdem ein ausreichendes Einschwimmen nicht möglich war. Es fehlte hier und da die Luft, was den Spielfluss hemmte. Die Göttinger kamen dagegen schnell ins Spiel und gingen durch eine schöne Passkombination, mit der der Verteidiger ausgespielt wurde, in Führung. Die nachfolgende Unruhe bei Torpedo nutzten sie prompt zum 2:0. Einen schlechten Torwartwechsel kurz vor der Pause nutzten sie konsequent zum 3:0. Torpedo ging also mit einem deutlichen Rückstand in die zweite Hälfte. Nach dem Seitenwechsel konzentrierte sich Torpedo auf Schadensbegrenzung und versuchte in der Abwehr keine leichten Chancen mehr zuzulassen. So war die zweite Halbzeit auch deutlich ausgeglichener und Dresden konnte sich vorne festsetzen und die Göttinger unter Druck setzen. Torpedos allgemeine Abschlussschwäche kam mal wieder zum tragen und die Dresdner konnten keine Bälle im Korb versenken. Kurz vor Schluss fiel noch das 4:0.

Zum zweiten Spiel wurde Torpedos komplette Aufstellung und Taktik verändert, um mehr Druck nach vorne zu haben. Ähnlich wie in Hannover gelang dies auch sehr gut, so dass die Dresdner phasenweise das Spiel bestimmen konnten. Die Paderborner ließen sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und konnten Mitte der ersten Halbzeit in Führung gehen, nachdem Torpedos Abwehr gepennt hat. Anschließend setzten sie Torpedo stärker unter Druck. Einen wegen Festhaltens am Korb gegen Torpedo gepfiffenen Strafstoß konnte Torwart Lars souverän entschärfen. Die zweite Halbzeit gestaltete sich sehr offen mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Nils die beste Chance zum Ausgleich ungenutzt ließ. Fünf Minuten vor Ende gelang den Paderbornern der Ausbau der Führung durch einen Wechselfehler in der Verteidigung. Eine Minute vor Schluss kassierte Nils noch eine Zwei-Minutenstrafe wegen überhartem Spiel. Bei der anschließenden Überzahl konnten die Paderborner quasi mit dem Schlusspfiff das dritte Tor schießen, so dass das Spiel schließlich mit einer 3:0-Niederlage endete. Die Änderung der Aufstellung hat sich aber positiv auf das Spiel ausgewirkt, und die Torpedos konnten phasenweise das Spiel kontrollieren, fehlen nur die Tore!

Im dritten und letzten Spiel des Tages ging es für die Torpedos gegen die Hannoveraner, gegen die Dresden im großen Becken so unglücklich mit 1:0 verloren hatte. Gegen Hamburg hatten sie vorher nur knapp mit 1:0 gewonnen, dementsprechend motiviert begann Dresden das Spiel. Zu Beginn setzten die Hannoveraner die Torpedos stark unter Druck und konnten sie bis zur fünften Spielminute am Dresdner Korb beschäftigen, ohne dass Dresden entscheidend in Ballbesitz kommen konnte. Als es Torpedo dann gelang, den Ball zu erobern, konnte Dresden bis zur Halbzeitpause den Ball behaupten und vor dem Korb der Niedersachsen festsetzen. Die zweite Halbzeit begann wie die erste, nur konnte Dresden eher in den Ballbesitz kommen und die Hannoveraner am eigenen Korb beschäftigen. In einer Drangphase der Niedersachsen gelang Tobi in unserer Hälfte ein Ballgewinn in der Vorwärtsbewegung der Gegner. Das Anspiel konnte Nils mit einem Konter und einer Eins-Gegen-Eins-Situation zur 1:0-Führung für die Dresdener nutzen. Jetzt hieß die Devise acht Minuten Powerplay überstehen und die Führung über die Zeit zu retten. Die Phase unmittelbar nach der Führung wurde sehr brenzlig, Torpedo konnte sie jedoch mit aller Kraft meistern und hatte sogar noch einige Chancen zum 2:0, konnten diese aber nicht nutzen. Dann passierte dass, was eigentlich nie passieren soll: ein Wechselfehler. Es kam wie es kommen mußte, die Hannoveraner konnten ihre Überzahl kurz vor Ablauf nutzen und zum 1:1 ausgleichen. In den verbleibenden drei Minuten setzten die Hannoveraner die Dresdner immer stärker unter Druck. Als Torpedo fünf Sekunden vor Ende einen Freistoß für uns zugesprochen bekam, war klar, Torpedo hatte die Sensation geschafft und im Rückspiel ein Unentschieden erreicht.


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Autor: noma
Artikel vom 14.03.2010, 22:17 Uhr
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