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Unterwasserrugby: (Torpedo Dresden)
Torpedo mit souveräner Spielleistung

In der Frühe ging es nach Berlin, wir hatten drei Spiele auf dem Kalender. Da Göttingen die Teilnahme abgesagt hatte, fielen drei Spiele aus, Lübeck Hamburg und Berlin streichen 20:0 Siege ein. Den kleinen Vorteil, den wir für uns gesehen hatten, war damit wieder kaputt.

So hatten wir das erste Spiel des Tages gegen Lübeck. Wir, zu elft angereist, begannen nervös. Ein Fehler bei der Torablöse führte zum unnötigen Rückstand. Wir erhöhten den Druck auf gegen die lückenhafte Abwehr, und Nils tankte sich durch – der Ball war nur für ca. eine Sekunde im Korb, der aufmerksame Schiri hat dies jedoch gesehen, und so war der Rückstand schnell ausgeglichen. Durch einen Wechselfehler war Lübeck in Unterzahl; das zweite Tor folgte schnell und war fast eine Kopie des Ersten. Von der geschlossenen Seite durchgetankt, konnte Nils den Ball nicht selber im Tor unterbringen, aber einen Pass zum auf der anderen Seite liegenden Thomas spielen, der den Ball zu Tobi rüberschob, der dann nur noch den Ball ins leere Tor legen musste. In der zweiten Halbzeit konnten wir dann schnell das dritte Tor erzielen. Winfried hatte einen schlechten Torwartwechsel ausgenutzt und sich auf dem gegnerischen Tor platziert, ein guter Pass und er musste sich nur noch drehen: drin war das Ding, sein Jubel groß – es war sein erstes Ligator überhaupt (nur soviel: es sollten weitere folgen). Wir nahmen jetzt den Druck raus, um Kräfte zu sparen für die weiteren Spiele. Endstand 3:1 für uns.

Im zweiten Spiel ging es gegen BUR. Da der Fokus auf dem nachfolgenden Spiel gegen Hamburg lag, hatten wir als Maßgabe ausgegeben, Kräfte zu sparen und nicht auf Teufel-komm-raus zu spielen. Da sowohl auf dem Tor als auch in der Abwehr wichtige Spieler fehlten bzw. angeschlagen waren, war vorher klar, dass wir den Berlinern, die auch besser besetzt waren als in Dresden, nicht so lange Stand halten konnten. So spielten wir auch sehr unorganisiert und kassierten schnell drei Gegentore. Danach konnten wir uns etwas fangen. Berlin erzielte in der ersten Halbzeit noch ein Tor. Uns gelang aber der Anschlusstreffer. Damit war es Geschichte, das erste Tor der Dresdener gegen BUR. Nachdem Nils den Abwehrspieler auf sich gebunden und einen verdeckten Pass auf Winfried gespielt hatte, hatte er lange Zeit das Ding rein zumachen. Die zweite Halbzeit sollte etwas ruhiger gehen, doch die Abwehr hielt den Berliner Druckwellen nicht stand, und so konnten sie weitere drei Tore erzielen. Wir hingegen vergaben unsere Chancen kläglich, am Ende stand es also 7:1 für Berlin.

Am Schluss kam das entscheidende Spiel gegen Hamburg. Es sollte die Revanche gegen Hamburg werden. Um den direkten Vergleich in der Liga zu unseren Gunsten zu entscheiden, musste ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied her. Die Hamburger hatten ihre Spiele gegen Lübeck und Berlin sehr ähnlich wie wir mit 3:0 und 0:7 absolviert. Durch den Ausfall von Göttingen hatten sie ein Spiel weniger als geplant, was wir vorher als Vorteil für uns gesehen hatten. Sehr konzentriert begannen wir das Spiel und setzten die Hamburger von Anfang an unter Druck. Jedem verlorenen Ball wurde sofort nachgegangen, die Hamburger an ihrem eigenen Korb gleich unter Druck gesetzt. Nach einer Weile gelangen uns so auch zwei Tore durch Nils und Winfried, der sich zu unserem neuen Goalgetter entwickelt hat. Kurz vor der Pause konnte Thomas dann zum 3:0 abstauben, nachdem Falk das Tor frei geblockt hatte und den ersten Versuch knapp neben dem Tor platzierte. In der Halbzeitpause wurde dann das neue Ziel vorgegeben, dieses Spiel ohne Gegentor nach Hause zu bringen und das Forechecking wie in der ersten Halbzeit konsequent durchzuspielen. Das gelang auch sehr gut; Nils konnte noch zum 4:0 erhöhen. Das Spiel haben wir souverän zu Ende gespielt.

Fazit: zwei Siege und eine Niederlage haben uns wieder auf Kurs gebracht. Das konsequente Forechecking gegen die Hamburger taktisch sehr gut umgesetzt. Die Revanche ist gelungen. Damit haben wir den Platz zwei in der Tabelle gefestigt. Auf dem anstehenden Spieltag in Bremen haben wir dann unsere letzten drei Spiele. Wenn wir die alle gewinnen, ist die erstmalige Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft so gut wie perfekt.


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Autor: noma
Artikel vom 12.02.2012, 17:52 Uhr
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