Dresden, den 08. Mai 2008. Sie haben herausragend gekämpft und
verdient gewonnen. Nach dem überraschenden 19:17-Sieg der Dresden
Monarchs am vergangenen Wochenende in Braunschweig war der Jubel der
Sachsen groß. Niemand hatte einen derartigen Erfolg in der
niedersächsischen Football-Hochburg ernsthaft erwartet. Umso mehr
freute sich Monarchs-Cheftrainer Shuan Fatah über die zwei
„zusätzlichen“ Punkte im Rennen gegen den Abstieg. „Ich bin wahnsinnig
stolz auf mein Team. Von Minute eins an haben meine Jungs den Lions
alles entgegengesetzt, was möglich war. Dieser Sieg ist nicht hoch
genug einzuschätzen, er bringt uns an diesem Wochenende aber leider
keinen Bonus. Auf uns wartet mit München ein schwerer Gegner. Die
Cowboys kommen zwar aus der zweiten Liga, sie haben in den vergangenen
Wochen jedoch bewiesen, aus welch hartem Holz sie geschnitzt sind“, so
der 39-Jährige.
Zwei Ligaspiele absolvierten die Münchner bislang in dieser Saison.
Gegen die hoch gehandelten Schwäbisch Hall Unicorns erreichten die
Bayern eine denkbar knappe Niederlage (14:17), zogen jedoch bereits
zwei Wochen später mit einer überragenden Leistung an den Einhörnern
vorbei, demontierten die Haller mit 36:6. Auch die Monarchs traten in
ihrer GFL-Vergangenheit bislang drei Mal gegen die Unicorns an. Keines
der Spiele konnte gewonnen werden. Einem 27:30 im Jahr 2005, folgten
ein 17:47 sowie ein 31:49 im Jahr 2007.
Zwar ging die einzige Partie der Dresdner gegen ihre kommenden Gegner
aus München im Jahr 2005 mit 30:22 an die Sachsen, Shuan Fatah ist
sich jedoch sicher, „Die Unicorns wirken stark wie immer. Die Cowboys
sind 2008 allerdings eine andere Hausnummer als noch in der Saison
2005.“
Gute Amerikaner in Angriff und Defensive, dazu ein athletischer und
glänzend harmonierender deutscher Kader zeichnen die Bayern aus. Zudem
steht mit John Rosenberg ein gefürchteter Trainer für München an der
Seitenlinie. „John ist ein Fuchs. Allein durch ihn und seine Art zu
coachen ist sein Team unberechenbar. Er wird auch an diesem Wochenende
einige Überraschungen parat haben. Wir sind gewarnt.“ So sammelten die
Monarchs in den vergangenen Wochen Video um Video. Jedes Detail der
vergangen Cowboy-Saison sowie die Aufzeichnungen der Spiele gegen
Schwäbisch Hall wurden wieder und wieder studiert. Das Fazit: „Die
Cowboys kennen die Schwachstellen ihrer Gegner und bearbeiten sie
konsequent. Nur wenn wir uns keine Schwäche erlauben und auf einem
hohen Level spielen, haben wir eine Chance zu triumphieren“, meint
Fatah. Und der sollte seinen Gegenpart Rosenberg kennen. Schließlich
lernte auch der gebürtige Berliner beim derzeitigen Trainer der
Cowboys, steht bis heute mit dem alten Trainerfuchs aus den Staaten in
Kontakt.
Es erwartet Dresden an diesem Sonnabend zum ElbePark - Gameday
(Kickoff: 16 Uhr) ein heißer Football-Tanz, den erstmals nicht nur
ausnahmslos alle Landeshauptstädter, auch abseits des heimischen Heinz-
Steyer-Stadions, verfolgen können. Eine Zusammenarbeit der Dresden
Monarchs mit dem Lokalsender der Stadt, Dresden Fernsehen, macht es
möglich. Aufgezeichnet durch vier Kameras, kommentiert von Hendryk
Proske (MDR Info) sowie Jens Umbreidt (103.5 Radio Dresden) und
unterstützt durch Interviews von Sascha Schwarte, flimmert der
Footballkrimi am Sonnabend ab 19.45 Uhr über die Bildschirme der
Elbmetropole. Selbst Wiederholungen sind bereits geplant.
Am 11. (19.45 Uhr) und 13. Mai (9 Uhr) bietet Dresden Fernsehen das
erste Heimspiel der Monarchs nochmals an. Zusätzlich findet eine
Internetpremiere extra für die Königlichen statt. Via Livestream
überträgt Dresden Fernsehen die bewegten Bilder ins WorldWideWeb. Auf www.dresden-fernsehen.de
sowie auf www.dresden-monarchs.de können interessierte Fans aus der
ganzen Welt das Spiel Dresden gegen München damit verfolgen. Für jene,
denen selbst das nicht reichen sollte, entsteht schon wenige Stunden
nach Abpfiff eine DVD in Fernsehqualität. Was fehlt, ist eine
Umsetzung im Kinoformat. Doch wer weiß, was mit und um die Dresden
Monarchs in den nächsten Monaten und Jahren noch passiert.