Dresden, 10. Oktober 2008 Schlappe 457 Kilometer Autobahn warten am morgigen Samstag im Vorfeld des 4. Spieltags der 1. Regionalliga Südost auf die Dresden Titans. Und als ob die lange Fahrt zu den Dachau Spurs nicht Bürde genug sei, so tragen die Elbestädter noch eine viel schwerere Last – nämlich die Rote Laterne des Tabellenletzten. Nach drei Niederlagen zum Auftakt ins neue Spieljahr steht das junge Team von Trainer Ronny Schönau unter Zugzwang. Wollen die „Titanen“ einen völligen Fehlstart verhindern, zählt diesmal nur ein Sieg. Um 19 Uhr ist Tip-Off in der Vereinshalle des Münchner Vororts.
Allem Siegesdruck zum Trotz, Titans-Coach Schönau lässt keine Unruhe auf seine Mannschaft einprasseln: „Die Truppe weiß selbst worum es geht. Niemand verliert gern. Wir werden auch diesmal wieder alles geben. Ob es am Ende zum Sieg reicht, wird sich zeigen. Vielleicht ist das kleine Quäntchen Glück, dass es manchmal zum gewinnen braucht, endlich mal auf unserer Seite.“ Unter diesem Gesichtspunkt kommt es natürlich nicht gelegen, dass die Dachauer aktuell den Titel der „Glückspilze der Liga“ tragen. Einem Formfehler des DJK Landsberg beim Saisoneröffnungsspiel haben es die Bayern es zu verdanken, dass ihnen der Fehlstart ihrerseits erspart blieb. Zu Wochenbeginn hatten die „Spurs“ ihren ersten „Zweier“ am „Grünen Tisch“ zugestanden bekommen. Somit steht dem nunmehr Tabellensiebenten statt drei Niederlagen bereits ein Sieg bei „nur“ zwei Pleiten zu Buche.
Und was so eine „Erfolgserlebnis“ sportlich ausmachen kann, untermauerten die Bajuwaren noch am Mittwochabend. In der 2. Runde des DBB-Pokals setzten sich die Dachauer „Heißsporne“ gegen Regionalliga-Tabellenführer USC Leipzig mit 99:87 durch und erreichten damit das Achtelfinale. „So einfach kann es gehen“, weiß Titans-Coach Schönau aus Erfahrung zu sprechen. „Da ‚gewinnst’ Du ein Spiel, und schon ist eine ganz andere Stimmung da, die Dir dann gleich noch einen Sieg hinterher ermöglicht. Ich hoffe, dass morgen endlich wir dran sind. Die Jungs haben schließlich in den drei bisherigen Partien gezeigt, dass sie sich gut entwickeln. Es ist Zeit, dass sie mit einem Sieg belohnt werden.“